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Zur Wohngemeinde Oberrohrdorf-Staretschwil
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Kurzporträt
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Zähnteschüür, erbaut 1660,
ein Wahrzeichen der früheren Zentrumsfunktion am Rohrdorferberg
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Lage
Die Gemeinde CH-5452 Oberrohrdorf - Staretschwil liegt im Schweizer Kanton Aargau, 6 km
Luftlinie südlich von Baden und 17 km Luftlinie NWW von Zürich. Sie liegt auf der Sonnseite des
Heitersberges auf einer Höhe von ca. 500 m.
Die Fahrdistanz beträgt 9 km nach Baden, 28 km nach Zürich und 37 km zum Flughafen Zürich -
Kloten.
Der Heitersberg ist eine Moräne zwischen den Flüssen Limmat und Reuss, der sich von Baden
südwärts über eine Länge von 12 km bis zum Mutschellenpass dahin zieht. Er ist ein beliebtes
Wandergebiet und, sofern Schnee liegt, auch für Skiwandern sehr geeignet. Der Südwesthang des
Heitersberges zwischen Staretschwil und Bellikon wird gemeinhin "Rohrdorferberg" genannt.
Das Dorf teilt sich in die Teile Oberrohrdorf und Staretschwil auf. Heute sind die ursprünglich
selbständigen Gemeinden zusammengewachsen.

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Altes Schulhaus Staretschwil, erbaut 1896,
ein Wahrzeichen der Autonomie-bestrebungen der alten Staretschwiler
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Oberrohrdorf - Staretschwil hat eine klimatisch bevorzugte Lage. Früher war hier der
Weinbau verbreitet. Heute wächst noch am so genannten "Märxler" ein ausgezeichneter Tropfen.

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Karte des Rohrdorferberges aus dem Jahre 1667
Beachtenswert sind die Lage und das Ausmass der Rebpflanzungen
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Zur Demographie
Die Gemeinde hat heute ca. 3700 Einwohner. Sie ist in den letzten 50 Jahren stark gewachsen. Bis
in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war es eine eher arme Gemeinde mit Bauern- und einigen
Gewerbebetrieben und Arbeitern. Viele fanden bei Brown Boveri und anderen Industriebetrieben in
Baden ihr Auskommen. Die Blütezeit der 60er Jahre bei Brown Boveri und die stark verbesserten
Verkehrbedingungen waren die Auslöser für eine rasante Entwicklung. 1960 zählte die Gemeinde noch
915 Einwohner; 1970 waren es bereits 1920. Seit 1980 ist die Entwicklung glücklicherweise wieder
moderat.
Zur Geschichte
Die Gegend war schon in prähistorischer Zeit besiedelt. Das beweisen Gräberfunde in der
unmittelbaren Umgebung, z.B. am Hiltiberg bei Niederrrohrdorf, bei Stetten und oberhalb von
Mellingen. Auch die Römer siedelten in dieser milden Gegend. Sie dürften auch den Weinbau
mitgebracht haben. Der älteste bekannte Eintrag des Namens "Rohrdorf" stammt aus dem Jahre 1040,
im Vergabungsbuch des Klosters Einsiedeln.
Die Pfarrei Rohrdorf, mit ihrer Kirche in Oberrohrdorf hatte über Jahrhunderte eine grosse
regionale Bedeutung. Sie umfasste alle Dörfer und Weiler im Gebiet Staretschwil, Bellikon, Sulz,
Stetten und Dorf Mellingen (rechtes Reussufer). Die Aufteilung dieser grossen Kirchgemeinde
erfolgte erst Ende des 19. Jahrhunderts.
Das Baujahr der ersten Kirche ist nicht bekannt; Vermutungen gehen ins 7. oder 8. Jahrhundert
zurück. Sie war wahrscheinlich von Anfang an dem heiligen Martin geweiht. Der heutige Kirchenbau stammt
aus dem Jahre 1940, wobei der Turm der Kirche von 1642 beibehalten wurde.

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Alte Kirche Rohrdorf. Sie wurde 1939 abgerissen. Der Turm blieb stehen.
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Links:
www.oberrohrdorf.ch Website der Gemeinde
Oberrohrdorf - Staretschwil mit vielen Informationen zur Gemeinde
Literatur:
Hans Meier: "Rohrdorf - Land und Leute im Wandel der Zeit", 1980
(Hans Meier war Gemeindeschreiber von Oberrohrdorf von 1949 bis 1976). Das Buch ist auf der
Gemeindekanzlei zum Preis von Fr. 10.-- immer noch erhältlich
Walter Lüem, Andreas Steigmeier: Die Limmatstellung im Zeiten Weltkrieg, Baden Verlag 1997
(Der Heitersberg war 1939 / 40 Teil der Limmatstellung der Schweizer Armee. Oberrohrdorf lag an
der kritischen Abschnittsgrenze zwischen der 8. Division im Norden und der "Division phantome 1"
im Süden. Oberrohrdorf war sehr stark mit Truppen belegt. Martin Merki beschreibt in diesem Buch
eindrücklich das Zusammenleben auf engem Raum in dieser schwierigen Zeit.)
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